Eine Verwandlung
Kreative Prozesse sind nicht statisch, die Ergebnisse nicht linear vorgegeben. Der Plan, mit dem man in eine Arbeit geht, ist nicht final, wird mittendrin verworfen, neu aufgebaut und wieder geändert.
Diese Dokumentation eines kreativen Schaffungsprozesses zeigt die Weiterentwicklung einer Ursprungsidee zu einem Ausgereiften Kunstprojekt, das mehrere Verwandlungen durchlebte, das Grundthema der 'Metamorphosen' von Ovid dabei aber beibehielt.
Die Anfangsidee
Ursprünglich war eine künstlerische Forschungsarbeit geplant. Die alten Texte der Metamorphosen von Ovid wurden durchgearbeitet und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: Ob aus der Sicht eines modernen oder klassischen Künstlers des 17. Jahrhundert, einer Feministin oder eines Sprachwissenschaftlers, die verschiedenen Meinungen zu den bekannten Geschichten wurden gesammelt und dokumentiert. Parallel dazu wurde geforscht und gesammelt, wie diese Sagen bisher Künstler:innen zu Werken inspiriert haben.
Mit diesen Forschungsergebnissen im Hinterkopf wurden Fotografien gefertigt, die bestehende Werke kommentieren, zitieren oder auch weiterdenken.
Daphne I
Narziss I
Koralle I
Die malerische Adaption
Die andauernde Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen erforderten ein Umdenken. Nach den ersten Testbildern im Fotostudio konnte auf dieses nicht mehr zurückgegriffen werden, weshalb ich mich experimentell anderen Medien annäherte. Hierbei wurden kleine Acrylbilder erstellt, die vier ausgewählte Motive der Fotografien abstrahiert wieder aufgriffen.
Daphne II
Narziss II
Koralle II
Der Transfair zu Resin
Ein Weiterentwickeln der kleinen Acrylbilder wurde durchgeführt. Die Abstraktion des Ursprungsmotives und dessen Loslösung von der Gegenständlichkeit weiterverfolgt.
Daphne III
Narziss III
Koralle III